Ängste Willkommen

Veröffentlicht von

12 Ängste in 12 Monaten – Angst-Freiheit und Selbstbewusstsein aus der 7000-Jahre-Tradition der Veden-Schule

Ängste gehören zum Leben. Doch sie können außer Kontrolle geraten und krankhaft werden. Hier finden Sie ausführliche Informationen über die Ursachen von Angststörungen

 

Die „positive“ Angst des Menschen. Angst kann

  • lebensrettend sein
  • Helfen Gefahren zu erkennen und darauf zu reagieren.
  • mahnt uns zu Vorsicht und erhöhter Aufmerksamkeit
  • Und Furcht verschaffen uns die nötigen Energien, um entschlossen zu handeln,
  • Helfen, die richtigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen oder Herausforderungen anzunehmen
  • Mobilisiert unsere Kräfte (Unsere Vorfahren reagierten auf Bedrohungen mit Flucht oder Angriff).
  • Körperreaktionen erzeugen, welche zu Muskelanspannung, raschem Herzschlag und Ausschüttung von Stresshormonen
  • Führt zur Konzentration von Körper und Geist und steigert die Leistungsbereitschaft.

Nach überstandener Gefahr klingt die Stressphase wieder ab, Entspannung stellt sich ein.

 

Ängste, die uns einschränken: Sorgen

  • um Menschen, die uns lieb sind,
  • um Geld- oder Arbeitsplatzverluste,
  • Um Krankheiten,
  • spiegelglatte Straßen im Winter,
  • Prüfungen,
  • Gespräche mit Vorgesetzten,
  • Flugreisen,
  • Zahnarzttermine.

Manche Situationen erleben wir als Bedrohung, obwohl von ihnen objektiv keine unmittelbare Gefahr ausgeht, wie der Zahnarztbesuch. Jeder Mensch hat dabei ein unterschiedliches Angstniveau. Das Angstniveau entscheidet, ab wann die Angst außer Kontrolle gerät, wie souverän wir mit echten Lebenskrisen umgehen, wenn schwere Krankheiten und panische Ängste auftreten, die unbeherrschbar zu werden drohen.

 

Zu einer echten Bedrohung werden Ängste, wenn sie

  • Die Gefühlswelt dauerhafter belasten,
  • den Alltag beherrschen und die eigene Handlungsfähigkeit einschränken,
  • Anzeichen für eine ernsthafte Angststörung oder eine andere psychische Problematik sein.

Dabei erfassen krankhafte Ängste auch oft ganz normale Lebenslagen. Sie befähigen nicht zu konzentrierter Aktivität, sondern blockieren. Und so zeigen sich krankhafte Ängste?

Als Panikattacken werden Ängste bezeichnet, die konditioniert erscheinen: Menschen erleben

  • Angstanfälle (treten immer wieder in bestimmten Situationen auf: Blut, Gerüche, Jahreszeiten, Geräusche)
  • Ängste an bestimmten Orten (freie Plätze, Menschenansammlungen, Brücken, Aufzüge, Autobahn),
  • Ängste bei bestimmten Begegnungen (Spinnen, Hunde, unbekannte Menschen, bestimmte Kleidung)
  • grundlos, wie aus heiterem Himmel, entstehen Panikattacken.

 

Krankhafte Angstanfälle und Panikattacken gehen einher mit sehr heftigen körperlichen Symptomen, die zu Befürchtungen ernsthafter Erkrankungen führen: Sie beginnen zu zittern, körperliche und seelische Schmerzen, Druck in der Brust, Kopfschmerzen, starkes Herzklopfen, Atemnot, Schwindel und Hyperventilation gehen einher mit erregter Atmung, Krämpfen und Ohnmacht. Derlei Anfälle können wenige Minuten bis zu Tagen dauern. Therapeuten sprechen gerne von Attacke, die einen Höhepunkt erreichen und dann allmählich verebben, die Realität fühlt sich oftmals anders an. Da diese Symptome auch von anderen Krankheiten ausgehen können, ist das ärztliche Urteil unverzichtbar. – Regelmäßige Angstbelastungen ziehen meist noch die Angst vor der Angst nach sich. Diese zusätzliche tief sitzende Angst vor einem möglichen neuen Anfall verunsichert das ganze Leben und führt zu ausgedehnten Vermeidungsstrategien, Rückzug und einen Teufelskreis der Angstbilder (Generalisierte Angst). – Andere Ängste machen sich nicht panikartig, sondern eher schleichend bemerkbar, in einem mulmigen Gefühl, wachsender innerer Anspannung und Unruhe. Wer eine solche allgemeine Angst erlebt, verspürt oft einen Druck in der Magengegend und fühlt sich wie gelähmt. Gleichzeitig rasen die Gedanken hin und her, schaukeln sich auf, überlagern sich, so dass es schwer fällt, sie in eine vernünftige Richtung zu lenken. Derart angsterfüllte Zustände kennt fast jeder Mensch in belastenden Situationen oder Lebensphasen. Bleibt das Angstgefühl in unterschiedlicher Intensität über längere Zeit bestehen, sprechen Mediziner von generalisierter Angst. Sie ist meist Ausdruck einer ernsten Angststörung, vor allem auch dann, wenn sie zu sozialer Isolierung führt. Welche Ursachen stecken hinter starken Angstgefühlen?

 

– Körperliche Ursachen

Bedrohliche Krankheitsdiagnosen: Das Wissen, an einer schweren Krankheit zu leiden, ruft nachvollziehbare Ängste hervor. Krebspatienten und Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen sind immer wieder tief gehenden Ängsten ausgesetzt, mit denen sie zurechtkommen oder sich gezielt auseinandersetzen müssen. Auch Schmerzpatienten kennen die Ängste vor dem nächsten Schmerzanfall. Die ängstliche Erwartung verstärkt häufig noch das Schmerzerleben.

Angstgefühle gehören also manchmal mittelbar, aber auch unmittelbar zu den Symptomen einer ernsthaften körperlichen Krankheit. Im Vordergrund stehen jedoch stets die jeweils kennzeichnenden körperlichen Krankheitszeichen. So können etwa Herzerkrankungen mit Herzbeschwerden, Brustenge, Atemnot und auch mit Angstgefühlen einhergehen. Erkrankungen der Atemwege wie Asthma oder chronische Lungenerkrankungen lösen neben Atemproblemen oder Hustenanfällen häufig Ängste aus.

Einige Erkrankungen des Nervensystems im Gehirn können in unterschiedlichen Krankheitsphasen ebenfalls psychische Veränderungen und Ängste zur Folge haben. Angstzustände treten beispielsweise im Rahmen einer multiplen Sklerose, der Parkinson Krankheit oder von Demenzerkrankungen wie der Alzheimer Krankheit auf.

Ängste entstehen manchmal bei Schilddrüsenstörungen mit ausgeprägter, lebensbedrohlicher Überfunktion.

Liegt der Verdacht einer krankhaften körperlichen Ursache nahe, bringt eine gründliche ärztliche Untersuchung ersten Aufschluss. Der Hausarzt wird je nach ersten Untersuchungsergebnissen seinen Patienten gegebenenfalls an einen entsprechenden Facharzt überweisen.

Medikamente: Einige Arzneimittel können Angstgefühle auslösen oder verstärken. Möglich ist das etwa bei Medikamenten gegen psychische Erkrankungen (Neuroleptika), gegen die Parkinson-Krankheit, gegen Hirnleistungsstörungen oder bakterielle Infektionen (Antibiotika). Hier ist es wichtig, über die auftretenden Nebenwirkungen mit dem Arzt zu sprechen (siehe Kapitel „Körperliche Erkrankungen“).

Alkohol und Drogen: Suchterzeugende Substanzen greifen in den Gehirnstoffwechsel ein und verändern Wahrnehmung, Denken und Psyche. Ängste, Wahnideen oder tiefe Depressionen gehören mit zu den Folgen von Alkoholmissbrauch und Drogensucht. Ebenso können heftige Angstgefühle bei Entzug der Droge auftreten (siehe Kapitel „Körperliche Erkrankungen“). Andererseits führen Angststörungen selbst nicht selten in ein Suchtverhalten.

Hat der Arzt mögliche körperliche Erkrankungen ausgeschlossen, sind die Auslöser für neu aufgetretene, übermäßige Ängste meist psychischer Natur.

– Psychische Ursachen

Stress, Burnout, starke seelische Belastungen können anhaltende Angstgefühle oder Panikanfälle nach sich ziehen (siehe Kapitel „Depressionen, Zwänge“).

Angststörungen: Die Hauptursachen für ausgeprägte Ängste sind Angsterkrankungen. Sie zeigen sich in unterschiedlichen Formen, als Phobien, Panikstörungen oder generalisierte Angststörungen. Außerdem gibt es gemischte Angststörungen. Hier treten krankhafte Ängste zum Beispiel gemeinsam mit einer Depression auf (siehe Kapitel „Angststörungen“).

Depressionen, Zwangsstörungen, Belastungsstörungen: Sehr häufig sind krankhafte Ängste mit DepressionenZwangsstörungen oder anderen psychischen Erkrankungen verbunden. Tiefsitzende, dauerhafte Ängste können auch Folge traumatischer Erlebnisse sein und zu den Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung gehören (siehe Kapitel „Depressionen, Zwänge“).

Ein Psychotherapeut und gegebenenfalls ein Psychiater können eine zugrundeliegende psychische Störung aufdecken und behandeln.

Die folgenden Kapitel informieren Sie über die wichtigsten Ursachen von Ängsten sowie über Therapie- und Selbsthilfemöglichkeiten auf (siehe dazu Kapitelübersicht oben am Textanfang oder Kapitellinks unten).

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.